Regeln

Die Interessengemeinschaft besteht aus einer Körperschaft gleichberechtigter und demokratisch agierender Personen. Alle haben das gleiche Stimmrecht. Führungsansprüche die aus einer gewählten Darstellung entstehen könnten bestehen nicht.

Durch die Darstellung darf der Interessengemeinschaft kein Schaden in Wort, Bild, Ruf und finanzieller Art entstehen. Die Teilnahme an Veranstaltungen der IG Hildesheimer Gemeinheit AD 1350 ist freiwillig und geschieht auf eigenes Risiko. Es sollte jeder der an den Veranstaltungen teilnimmt zur Abdeckung von selbst verursachten Schäden eine private Haftpflichtversicherung haben. Es gilt in allen Fällen: „Denke daran, du vertrittst in der Öffentlichkeit das Ansehen deiner Interessengemeinschaft!“ Dazu gehört das allgemeine Auftreten genauso wie den Alkoholkonsum während der „Dienstzeiten“ unter Kontrolle zu halten oder besser zu vermeiden. (Besoffen kann man auch spielen, man muss es nicht sein.) Der Spaß steht im Vordergrund. Die seriöse Darstellung darf darunter aber nicht leiden. Es besteht die Abwägung des Gesamtinteresses gegenüber dem Einzelnen zum Schutz der Gemeinschaft in der Öffentlichkeit. Die Interessengemeinschaft hat neben der Darstellung in der Öffentlichkeit auch das Ziel Wissen zu vermitteln. Das gilt nach außen wie nach innen. Innerhalb der IG werden Wissen und Erfahrungen getauscht. Eine gemeinsame Plattform dient diesem Austausch. Eine Mitarbeit daran ist erwünscht.

1. Organisation:

Die Interessensgemeinschaft ist eine Gruppe gleichberechtigter und demokratisch agierender Personen. Das bedeutet, dass alle das gleiche Stimmrecht haben. Führungsansprüche die aus einer gewählten Darstellung entstehen könnten, bestehen nicht automatisch. Es kann und soll jedoch dort, wo es Sinn macht, zu einer Aufgabenverteilung und Übernahme von Verantwortungsbereichen kommen. Diese Verteilung erfolgt jedoch zwingend nach Rücksprache mit allen Mitgliedern.

2. Darstellung:

Jedes Mitglied ist dazu angehalten, sich mit seiner gewählten Darstellung intensiv auseinanderzusetzen. Dazu gehört nicht nur die Recherche in historischen Quellen bezüglich der passenden Kleidung, sondern insbesondere die möglichst wahrheitsgetreue Umsetzung des gewählten historischen Handwerks resp. Tätigkeit.

Um ein möglichst realistisches Bild zu erzeugen, werden die Mitglieder weiterhin ermutigt, sich nicht nur mit der „glitzernden Welt der Oberschicht“ zu befassen. Ganz im Gegenteil ist häufig ein besserer Einstieg über eine schlichte Darstellung möglich, z.B. von Gesinde. Das schont zunächst den Geldbeutel und es kann mit relativ wenig Aufwand bereits eine ansehnliche Darstellung gezeigt werden, auf die problemlos aufgebaut werden kann. „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ gilt ohnehin ständig für alle Mitglieder – auch für die Bestehenden! Ein steter Wille nach Verbesserung ist obligatorisch.

Jedes neue Mitglied bekommt aus den bestehenden Mitglieder einen oder zwei „Paten“ zugewiesen, um den Einstieg zu erleichtern und Nachfragen zu bündeln. Die Paten fühlen sich für das neue Mitglied verantwortlich und möchten dafür Sorge tragen, dass in einem angemessenen Zeitrahmen eine vorzeigbare Darstellung erarbeitet wird. Dieses Prinzip kann ausgesetzt werden, wenn deutlich wird, dass das neue Mitglied bereits hinreichend Hintergrundwissen mitbringt.

3. Veranstaltungen:

Die IG nimmt in unregelmäßigen Abständen an (historischen) Veranstaltungen teil oder organisiert eigenständig ebensolche. Eine Teilnahme der einzelnen Mitglieder an diesen Veranstaltungen ist freiwillig und geschieht auf eigenes Risiko. Eine private Haftpflichtversicherung ist obligatorisch.
Jedem Mitglied muss klar sein, dass es die gesamte IG nach außen hin vertritt und sich dementsprechend verhalten.
Jedem Mitglied muss klar sein, dass bei Veranstaltungen Kosten entstehen. Während individuelle Kosten (Fahrtkosten etc.) von jedem selbst zu tragen sind, werden Verpflegungskosten, so es sich um eine Veranstaltung mit Selbstversorgercharakter handelt (Lagerküche), zu gleichen Teilen auf alle teilnehmenden Mitglieder aufgeteilt. Die Höhe der Kosten wird jeweils im Vorfeld mitgeteilt.

4. Anspruch:

Die IG ist auf dem Weg, eine Darstellung zu bieten, die in der Szene gemeinhin als „A“ (authentisch) bezeichnet wird – aber explizit noch nicht dort angekommen. Jedes Mitglied bemüht sich eigenständig um eine qualitativ hochwertige Darstellung. Innerhalb der IG wird gegenseitig Hilfestellung geleistet. Ein steter Wille nach Verbesserung wird vorausgesetzt, um das Ziel zu erreichen. Eine wenigstens vorzeigbare Darstellung in der Kleidung ist in einem angemessenen Zeitraum zu leisten. Dieser Zeitraum kann je nach Einbindung in diverse arbeits- und privatweltliche Umstände variieren und wird individuell besprochen.
Zum Austausch von Informationen, Wissen und Erfahrungen dient primär das interne Forum, welches von den Mitgliedern zu benutzen ist.

5. Öffentlichkeitsarbeit:

Wie bereits betont, vertritt jedes Mitglied das Interesse der IG in der Öffentlichkeit. So liegt es an jedem Einzelnen, ein positives Bild über die Arbeit der IG nach außen zu tragen.
Weiterhin gehört die Pflege des Internetauftritts sowie der Social-Media-Konten zu den Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit. Dies ist jedoch im Sinne der Aufgabenverteilung nur von wenigen Mitgliedern zu führen, um Informationen und Anfragen sinnvoll zu bündeln.
Weitere Aktionen, wie z.B. das Erstellen von Informationspamphlets, Visitenkarten, etc. ist ebenfalls diesem Verantwortungsbereich zuzuteilen.

Die Liste wird laufend aktualisiert und erweitert.