Unsere Darstellung

Unser Ziel ist es, die typische Stadtbevölkerung Hildesheims zur Mitte des 14. Jahrhunderts abzubilden.
Dazu gehören Handwerker, Händler und Kaufleute genauso wie Ackerbürger, Angehörige des Klerus und der ein oder andere Söldner.
Alle Bürger der Stadt waren zum Wehrdienst verpflichtet. Dieser konnte entweder von männlichen Mitbürgern selbst ausgeübt oder bei entsprechendem Reichtum ausgelöst werden. Alleinlebende Frauen mussten durch einen Obulus ebenfalls ihren Wehrdienst quasi „in Vertretung“ leisten. Der Wehrdienst fand in der Regel in Form des Wachdienstes an den Stadtmauern, Toren und Türmen statt.

Während die männlichen Darsteller unter uns also sowohl eine zivile als auch eine militärische Darstellung haben, so füllen die weiblichen Mitglieder jeweils eine zivile, aber nicht zwingend häusliche Rolle aus.

Unsere Darstellung teilt sich also zum einen in die sogenannte „Stadtwache“ und zum anderen insbesondere in Handwerker- und Städterhaushaltsdarstellung auf. Aktuell tummeln sich unter uns ein adliger Notarius mit seinem Edelknecht, eine kaufmännische Patrizierfamilie mit Lehrling und Magd, ein wohlhabendes Färberehepaar, ein Lederer, ein Schildermaler, der allerdings parallel das Amt des Hauptmanns der Stadtwache innehat, seine Tochter, eine Hebamme, die sich anschickt, als Laienschwester die Pilger- und Armenküche der Bruderschaft Unserer lieben Frau zu leiten, eine Witwe eines Neustädter Bildhauer- und Fassmalermeisters, ein Söldner, ein Bogenschütze, der auch das Pfeilbauen beherrscht, ein Zisterziensermönch (eine Zweitdarstellung), eine Nonne sowie einen Pagen.

Jeder einzelne trägt Quellen und Wissen über seine Darstellung – das schließt Kleidung und insbesondere das Handwerk/die historischen Techniken mit ein – zusammen und versucht, diese so wahrheitsgemäß wie möglich umzusetzen.

Alle zusammen bilden die „Gemeinheit“.